CVP und die Bilatralen
Es ist schon interessant, was Umfragen mit Prozentzahlen bewirken können: Nach der zweiten Umfrage ist es angeblich so, dass die CVP-Anhänger mit bloss 64 % Ja zur Fortführung der Bilateralen sagen. Die Anhänger von FDP, SP und Grünen sagen offenbar viel deutlicher Ja zu den Bilateralen.
Schaut man etwas genauer hin - und denkt man dabei etwas - dann realisiert man, dass von den 1200 Befragten nur etwa 200 CVP Wählerinnen und Wähler sein können (denn national haben wir ja “nur” rund 15 % ). Wenn nun von diesen 200 Personen bloss deren 128 statt vielleicht 150 für ein Ja sind, dann gibt dies einen Prozentunterschied von über 10 %. Ich weiss nicht, da können die noch so behaupten, man habe die Personen wissenschaftlich korrekt ausgewählt, ich verlasse mich lieber auf das, was ich weiss.
Wir wissen nämlich, dass die kantonale DV der CVP mit mehr anwesenden Personen als von der erwähnten Umfrage befragt nach intensiver Auseinandersetzung und in geheimer Abstimmung mit 230 zu 15 Stimmen eindeutig die Ja-Parole gefasst hat. Es kann natürlich sein, dass der Entscheid deswegen so klar herauskam, weil wir auch den Gegnern Toni Bortoluzzi und Yvette Estermann genau zugehört haben. Sie argumentierten nämlich sehr schwach und konnten rational begabte Menschen faktisch gar nicht ansprechen. Wenn die Umfragen recht haben sollten, dann wohl deshalb, weil nicht alle CVP-Anhänger diese Gegner gehört haben.
